Poetin aus dem Münsterland: Annette von Droste-Hülshoff

Annette von Droste-Hülshoff

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Annette von Droste-Hülshoff ist bis heute eine der bedeutendsten Frauen der deutschen Literaturgeschichte. Sie war eine der wenigen Frauen der vormodernen Zeit, die aktiv Literatur auf sehr hohem Niveau produzierten. So wurde sie zum einen außergewöhnlich stark rezipiert und zum anderen Vorbild besonders für Schriftstellerinnen. Darüber hinaus wurden Droste-Hülshoffs Werk und ihr Lebenswandel Gegenstand vieler wissenschaftlicher und literarischer Produkte.

Geboren 1797 auf der Burg Hülshoff bei Münster war sie Tocher einer deutschen Adelsfamilie. Sie kam als Frühgeburt zur Welt und war deshalb Zeit ihres Lebens häufig krank. Als Adelige hatte sie das Vorrecht, von einem Gelehrten gebildet zu werden. Professor Anton Matthias Sprickmann unterrichtete Annette von Droste-Hülshoff von 1812 – 1819. Er erkannte das sprachliche Talent der jungen Dame, sodass er sie förderte und forderte. Annette wurde aber auch von ihrer Familie unterstützt, der sie ihr ganzes Leben hindurch eng verbunden war. So gestützt und motiviert konzentrierte sich Annette von Droste-Hülshoff sehr auf ihre schriftstellerische Arbeit und war sich Zeit ihres Lebens ihres außergewöhnlichen Könnens bewusst. Dabei war sie zum Beispiel in persönlichem und brieflichem Kontakt mit August Wilhelm Schlegel, den Brüdern Grimm und der Familie Schopenhauer, um nur einige wenige ihrer zahlreichen Kontakte zu nennen.

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Annette von Droste-Hülshoff verließ nach dem Tod ihres Vaters im Jahre 1826 die Burg Hülshoff  zusammen mit ihrer Mutter und ihrer Schwester und siedelte in den Witwensitz Haus Rüschaus um, da ihr Bruder Werner die Burg Hülshoff übernommen hatte. Annettes Schwester Jenny von Droste-Hülshoff zog zusammen mit ihrem Ehemann Joseph von Laßberg an den Bodensee in die Burg Meersburg.

Eine herausragende Bedeutung für Annettes Werdegang hatten ihre Begegnungen mit Christoph Bernhard Schlüter, Professor für Philosophie in Münster, und ihre Freundschaft mit dem Journalist und Autor Levin Schücking aus Meppen. Nachdem Schlüter einige Manuskripte, die Annettes Mutter ihm zugesandt hatte, zunächst ablehnte, erkannte er später ihr Talent und wurde zu ihrem Entdecker und Mentoren.

Schücking war der Sohn einer Freundin Annettes. Als diese Freundin früh verstarb, vermittelte Annette, weil sie sich freundschaftlich sehr mit ihm verbunden fühlte, Levin eine Stelle als Bibliothekar auf der Burg Meersburg am Bodensee. Von 1841 an lebte auch Annette die meiste Zeit über dort und empfand Levin als Inspiration. Sie hielt aber einen guten Kontakt zu ihrer Mutter und reiste immer wieder zu Besuch nach Münster. 1848 verstarb die Dichterin Annette von Droste Hülshoff auf der Burg Meersburg.

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Annette von Droste-Hülshoff hat der Nachwelt ein schmales aber tiefsinniges Werk hinterlassen.  Ihre Novelle „Die Judenbuche“ sowie ihre Gedichte und Balladen („Der Knabe im Moor“) wurden über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt und werden noch heute in deutschen Schulen gelesen und gelehrt.

 


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